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Tische mit Mikro

August

unter sternen - vorlesen im August 2018

Freitag, 03.08.2018 | 21.30 Uhr
Thomas Gsella Das Allerbeste aus 50 Jahren >
Lesung<
thomasgsella.de
Foto: Gabriele Klaefs

In seinem stündlich aktualisierten Best-of-Programm präsentiert der ehemalige „Titanic“-Chefredakteur, Robert-Gernhardt-Preisträger, „Titanic Boygroup“-Gitarrist und „Stern“- Hauslyriker ein paar ewigschöne alte und viele schöne neue Texte gegen die da oben, die da unten, Abenteuer, Forschung, Wissenschaft, Reise, Liebe, Fußball, Umwelt u.s.w.: zwei labende erhebende Stunden mit Texten in Sätzen und Versen zu Menschen und Tieren und Schweinen.

„Längst ist er kein Gsella mehr, schon seit langem darf er sich Meista nennen“ (Robert Gernhardt)

Thomas Gsella war zwischen 1992 und 2005 Redakteur und bis 2008 Chefredakteur der Frankfurter Satirezeitschrift „Titanic“. Er schrieb und schreibt Lyrik und Prosa für die F.A.Z., taz, Titanic, FR, WOZ, den SWR und WDR und RBB und andere. 2004 erhielt er den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis, 2011 den Robert-Gernhardt-Preis.


unter sternen - vorlesen im August 2018

Samstag, 04.08.2018 | 21.30 Uhr
Franz Dobler Ein Schlag ins Gesicht >
Lesung<
franzdobler.de
Foto: Marijan Murat

Robert Fallner ist ziemlich am Ende. Seinen Job als Kriminalhauptkommissar ist er endgültig los. Seine Frau wohl auch. Zeit für einen Neuanfang, den ihm ausgerechnet sein Bruder, selbst Ex-Bulle und Privatermittler, ermöglicht. Er drängt ihm einen speziellen Fall in seiner Sicherheitsfirma auf: Den Stalker einer bekannten Schauspielerin zu stellen, von dem keiner glaubt, dass es ihn gibt. Simone Thomas hat schon einiges hinter sich: zwei Ehemänner, dreiundvierzig Jahre Showgeschäft, Dutzende Nacktfotos, diverse Filmproduktionen, Drogenexzesse, Yellow-Press-Skandale. Da fehlte es ihr gerade noch, dass sie von einem Stalker bedroht wird. Und dass diese Idioten von der Sicherheitsfirma ihn einfach nicht zu fassen kriegen. Zwei unfähige Leute hat sie schon verschlissen, bis endlich Fallner für sie eingeteilt wurde. Und Fallner wäre nicht Fallner, wenn er nicht eine Gabe für aussichtslose Fälle hätte.
Lässig, feinfühlig und mit sprachlich höchster poetisch-derber Präzision schickt Franz Dobler seinen Held Robert Fallner gefährlich nahe heran an eine exzentrische Diva, deren Stalker unberechenbar ist.

»Doblers Sprache ist maximal ungemütlich, sie hartgesotten und nicht jugendfrei zu nennen, wäre stark untertrieben.« (Jürgen Kaube, FAZ)

Franz Dobler lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u.a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Musikbücher. Er hat Kompilationen herausgegeben und ist Discjockey. Für sein Krimi-Debüt »Ein Bulle im Zug« erhielt er 2015 den Deutschen Krimi Preis.


unter sternen - vorlesen im August 2018

Freitag, 10.08.2018 | 21.30 Uhr
Severin Groebner Mich hätten Sie sehen sollen! >
Lesung<
severin-groebner.de
Foto: Derek Henthorn

Severin Groebner liest bei „unter sternen“ Kolumnen und Geschichten aus der Welt und neueste Texte aus seinem demnächst erscheinenden Buch „Lexikon der Nichtigkeiten“. Dazwischen spielt er auf seiner Cigar-Box-Guitar und singt mit einer Stimme, die klingt, als hätte er sie nie abgegeben, Lieder zwischen Chanson und schon so spät? Ein Abend voll aufgehobenem Liegengebliebenen, zeitlosen Evergreens und Sternsekunden der großen Groebner-Kunst. Oder anders formuliert: Blöd wär’s, wenn Sie sich eines Tages sagen müssten „den hätt ich sehen sollen“.

Severin Groebner ist Kabarettist, Schauspieler, Autor, Maulheld, MöchtegernRockstar, der deutscheste Wiener, den es gibt, der lustigste Klugscheisser, den man sich vorstellen kann, der poetischste Zyniker seit Attila dem Hunnenkönig, und mit Sicherheit der mit Abstand allerbescheidenste Mensch im gesamten Universum.


unter sternen - vorlesen im August 2018

Samstag, 11.08.2018 | 21.30 Uhr
Patricia Hempel Metrofolklore >
Lesung<
Foto: Annette Hauschild

»Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß« – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn einem das Flattern durch Mark und Bein schießt, sobald die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Anbetung einer unerreichbaren Geliebten ist zwar in der Theorie ganz nett, stellt aber in Wahrheit kein erfülltes Lebenskonzept dar. Doch selbst wenn einem Ovid mit seinen Verführungskünsten unter die Arme greift – wie besänftigt man gleichzeitig die unerwartet heftig auftretenden Kinderwünsche der eigenen Partnerin?
Mit romantischen Gesprächen über Spermabeschaffung am Frühstückstisch? Alea non iacta est. Noch können Monogamie und schreiender Nachwuchs auf den geeigneten Lebensentwurf hin überprüft werden. Im Gewand eines Minneliedes verhandelt dieses unerschrockene Debüt die Grenzen der Liebe und der Lust.

»Heraus gekommen ist [...] dieser schön wortpralle, überaus unkorrekte, prima zynische, unterhaltsame und lehrreiche Roman. Ein lesbischer Campusroman!« (Rene Hamann, taz)

Patricia Hempel zog es von Berlin nach Hildesheim und von der Archäologie zum literarischen Schreiben. Es folgten Veröffentlichungen in Magazinen und Anthologien und 2014 die Ernennung zur Stadtschreiberin in Wolfsburg. Mittlerweile arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin.»Metrofolklore« ist ihr erster Roman.


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Freitag, 17.08.2018 | 21.30 Uhr
Nachhall Ein Lesungskonzertprojekt mit Gottfried Haufe, Robert Wolf, Danny McClelland >
Lesung<
gottfried-haufe.com
Foto: Laut

Nachhall - das sind drei Männer mit Bart. Mit Text. Mit Ton. Mit Pfeffer und Pathos. Ihre Lesungskonzerte sind eine Reise durch autobiografisches Territorium mit einem selbstironischen Fremdenführer an der Spitze. Wer sich frisch getrennt hat, findet hier genug Gründe, sich über seine(n) Ex lustig zu machen. Und Anleitungen, um sich neu zu verlieben. Alle zwei bis drei Monate sind sie in Freiburg in unterschiedlichen Locations am Start, immer wieder mit neuen Gedanken und Gedudel im Gepäck. Jedes Lesungskonzert hat ein anderes Thema. Flaschenpost. Nix mit Liebe. Punkte & Streifen – so Sachen halten.

„Zwischen Lieben, Leiden und Lachen. (uniCross)

Gottfried Haufe hat ein Lehramtsstudium hinter sich und eine Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit vor sich. Robert Wolf ist Radiomoderator und ein Filmmensch aus Freiburg. Danny McClelland ist Singer&Songwriter, mal mit Band und mal ohne. Aber immer mit Gitarre.


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Samstag, 18.08.2018 | 21.30 Uhr
Ulrich Chaussy Rudi Dutschke. Die Biographie >
Lesung<
chaussy.info
Foto: Shantan Kumarasamy

„Achtundsechzig“ ist in der Bundesrepublik mit dem Namen Rudi Dutschke verbunden. Er war Gesicht und Stimme der deutschen Studentenbewegung, repräsentierte Aufbruch und Generationenkonflikt wie kein zweiter. Niemand anders hat der 68er-Bewegung so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie Rudi Dutschke (1940-1979). Mit ihm ist die Revolte der Studenten mehr als nur verbunden – seine individuelle Biografie ist mit dem Verlauf einer kollektiven Bewegung eins geworden insbesondere durch das Attentat vom Gründonnerstag 1968, das er nur um Haaresbreite überlebte und an dessen Spätfolgen er schließlich starb.
Ulrich Chaussy kennt Rudi Dutschke wie kein zweiter Biograph. Er hat mit allen wichtigen Zeitzeugen gesprochen, hat alle relevanten Archive ausgewertet, als Ergebnis seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit Dutschke und 68 legt er diese komplett neu bearbeitete und erweiterte Biographie vor.

Ulrich Chaussy war als Autor und Moderator vor allem für den Bayerischen Rundfunk tätig. Seine Bücher über die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ und über das Oktoberfestattentat erschienen in mehreren Auflagen. Letzteres wurde unter dem Titel „Der blinde Fleck“ 2013 für das Kino verfilmt und trug zur Wiederaufnahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt bei. Sein Werk als investigativer Journalist und Buchautor wurde mit deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet.


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Freitag, 24.08.2018 | 21.30 Uhr
Madeleine Prahs Die Letzten >
Lesung<
Foto: Heike Bogenberger

Ich als Haus würde Ihnen Widerstand empfehlen! Es ist Herbst in einer Großstadt: Das letzte, unsanierte Haus in der Hebelstraße wird »leergewohnt. Karl Kramer, 55 Jahre alt, Hausmeister, Elisabeth Buttkies, 72, Deutschlehrerin a. D., und Jersey, 28 Jahre, Studentin in Teilzeit, sind noch übrig – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Welt vor der Tür meint es nicht immer gut mit ihnen, so glauben sie, aber drinnen pflegen sie ihre Wunden und streicheln die Narben. Bis der Brief des neuen Hauseigentümers kommt: Auszug. Kernsanierung. Endgültig. Der Kampf der Bewohner um ihr vermeintlich letztes Stückchen »Ich« beginnt. Man verbarrikadiert sich, Katzen werden vergiftet und Perücken abgefackelt – fast ist es zu spät, doch dann schließen sich „die Letzten“ zusammen. Am Ende blühen die Geranien wieder. Es ist Frühling. Drei sind glücklich. Und einer ist tot.

Madeleine Prahs lebt in Leipzig. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte in München und Sankt Petersburg. 2014 erschien ihr Debütroman ›Nachbarn‹. Für ihre Arbeit an dem Roman ›Die Letzten‹ erhielt sie mehrere Stipendien, u.a. vom Literarischen Colloquium Berlin.


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Samstag, 25.08.2018 | 21.30 Uhr
Josefine Rieks Serverland >
Lesung<
Foto: Tim Brüning

Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet. Die letzten Zeitzeugen sind alt und schweigsam, die Statussymbole von früher gibt es für kleines Geld als Elektroschrott zu kaufen. Josefine Rieks hat einen rasanten wie klugen Roman geschrieben, der vor allem eines ist: ein sezierender Blick auf unsere Gegenwart. Reiner ist Mitte zwanzig und arbeitet bei der Deutschen Post. Er sammelt Laptops und wird damit nicht nur zu einem Experten einer lange vergangenen Zeit. Der schüchterne Computernerd wird auch zum Begründer einer Jugendbewegung, die sich auf Industriebrachen versammelt und das verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es Reiner, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Serverland erzählt von einer Zukunft, die sich anfühlt wie die Vergangenheit. Ein Romandebüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.

JOSEFINE RIEKS lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indieband. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium. Serverland ist ihr erster Roman. ist Discjockey. Für sein Krimi-Debüt »Ein Bulle im Zug« erhielt er 2015 den Deutschen Krimi Preis.


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Freitag, 31.08.2018 | 21.30 Uhr
Michael Stauffer Jeden Tag das Universum begrüßen >
Lesung<
dichterstauffer.ch
Foto: Tobias Bohm

»Wenn ein Buch kein Rätsel bleibt, ist es kein Buch. Schreiben ist wie den nächtlichen Sternenhimmel anschauen. Da kann man auch nichts planen. Da kann man nur staunen. Schreiben ist die Zusammenfassung von Zukunft und Vergangenheit. Ein Buch wird zur Verfügung gestellt, damit andere damit weiterarbeiten. So profitieren alle. Der Leser selbst, weil er sich mal lachend, mal schnaubend, mal zustimmend, mal schimpfend durch den Text bewegt.
Der Autor, der mit dem Verkaufserlös ein Haus aus Schokolade bauen, sich langsam hindurchfressen, und dann die Versicherung anrufen und sagen kann: Es waren die Termiten!«

»Für alle, die so das Gefühl haben, dass es auch in unseren Zeiten mal wieder einen Lichtenberg braucht. Ganz ohne Attitüde. Mit aufmerksamem Blick für die Details, die jeden Tag sichtbar machen, wie seltsam wir uns eigentlich verhalten. Und das meistens nicht mal merken, wenn es uns keiner sagt.« (Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung)

Michael Stauffer schreibt Prosa, Theaterstücke, Lyrik und macht Hörspiele fürs Radio und Spoken-Word-Performances. Er unterrichtet am Schweizerischen Literaturinstitut der Hochschule der Künste Bern. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet., u.a. mit dem Open-Mike-Preis der Literaturwerkstatt Berlin, dem Förderpreis Komische Literatur zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und dem Literaturpreis des Kanton Bern. Zuletzt erschien sein Roman »Pilgerreise«. »Dichterstauffer« lebt und arbeitet in der Schweiz und Europa.


unter sternen - vorlesen im August
Spielort: Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1, bei Regen im josfritzcafé
Beginn: 21.30 Uhr, Einlass und Bewirtung ab 20 Uhr
Abendkasse: 11,- / 9,- ermäßigt
Veranstalter: Vorderhaus - Kultur in der FABRIK | E-WERK Freiburg


   
Weitere Informationen zum Programm: vorderhaus.de